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Die Rechtschreibreform und das Recht

Gerade in den letzten Tagen ist die sogenannte Rechtschreibreform wieder in sehr verstärktem Umfang

Gegenstand der öffentlichen Diskussion geworden. Sicherlich gibt es viele gute Gründe, die gegen

die „neue Rechtschreibung“, die ab dem 1.August 2005 verbindlich gelten soll, ins Feld geführt werden können.



Das Bundesverfassungsgericht hat allerdings bereits am 14.7.1998 im Rahmen einer Entscheidung über eine

gegen die „Reform“ eingelegt Verfassungsbeschwerde entschieden, daß die Rechtschreibreform aus verfassungsrechtlicher Sicht unbedenklich ist.



Weil diese Entscheidung im Rahmen der gegenwärtigen Diskussion nur gelegentlich, wenn überhaupt angesprochen wird, haben wir für Sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 14.7.1998 nebst den zugehörigen am Ende der Urteilsgründe eingefügten Leitsätze des Gerichts hier als pdf - Datei zum download (100kb) bereitgestellt.





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Wir werden übrigens auch nach dem 1. August 2005 nicht nach den „neuen Regeln“ schreiben und zwar „so oder so“,

also auch für den Fall, daß die in unseren Augen – vorsichtig ausgedrückt – nicht sinnvolle „Reform“

im letzten Moment – was wir hoffen – nicht doch rückgängig gemacht werden sollte.



Wir halten das Regelwerk um die Worte von Marcel Reich – Ranicki zu verwenden für „unzweifelhaft eine Katastrophe“.

Auch und gerade im Bereich der Sprache des Rechts kommt es sehr darauf an die Vielfalt einer Sprache zum Ausdruck bringen zu können. Die neu verordnete Sprache gewährleistet die Erfüllung dieses Erfordernisses nicht in vollem und mit der Rechtschreibung in hergebrachter Form möglichem Umfang. Wir können die Gedanken des emeritierten Professors Rüthers der Universität Konstanz in seinem am 23.12.2002 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Aufsatz mit dem Titel „Willkür in den Worten: Die Rechtschreibreform und das Recht“ in ihren wesentlichen Teilen im Rahmen der Ausübung unseres Berufes als Rechtsanwälte nachvollziehen. Hier ein kleines aber treffendes Beispiel von Prof. Dr. Rüthers für mögliche Mißverständnisse im Bereich der praktischen Juristerei aufgrund der Vorgaben der Rechtschreibreform.



„Rechtsanwälte sind für „Ihre Mandanten“ vor Gericht zusammengekommen. Sie haben also durch den Abschluß eines Vergleichs eine Rechtsstreit beendet. Haben sie das auch, wenn sie nach den Vorgaben der „Reform“ zusammen gekommen sind. Oder haben sie sich nur nach einem gemeinsamen Besuch der Gerichtskantine gemeinsam auf den Weg in den Gerichtsaal gemacht?



Sie können den bedenkenswerten Aufsatz von Herrn Prof. Dr. Rüthers als pdf – Datei (104kb) auf Ihren Rechner laden.





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