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Landenteignung in den „neuen Bundesländern“ nach dem 3.10.1990 rechtswidrig

Die Enteignung ehemaliger DDR-Bürger nach der Wiedervereinigung hat gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen. Das hat der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg soeben entschieden. Die ohne jegliche Entschädigung vorgenommene Enteignung aus der so genannten Bodenreform nach 1945 verletze den Schutz des Eigentums. Mit seinem Urteil gab der Gerichtshof fünf früheren Bürgern der DDR Recht, die ihre Grundstücke im Jahre 1992 an die neuen Bundesländer abtreten mussten. Von dem Urteil betroffen sind möglicherweise bis zu 70 000 Erben von Grundstücken in der ehemaligen DDR, die jetzt die Rückübereignung Iher Immobilien, beziehungsweise Entschädigung in Höhe des Verkehrswertes der Grundstücke verlangen können.



Straßburg / Düsseldorf, 22.1.2004



     

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