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Negative Ausbildungsbeurteilung

Nicht jede Äußerung des Ausbildungsbetriebs über die Leistungen eines Auszubildenden ist gerichtlich angreifbar. Der Auszubildende hat jedoch einen Anspruch auf Berichtigung einer unrichtigen Beurteilung, wenn die Beurteilung gesetzlich vorgeschrieben ist und den Auszubildenden bei seinem beruflichen Fortkommen beeinträchtigen kann.

So sprach das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz einer Auszubildenden in einem Altenheim einen Anspruch auf Berichtigung einer Beurteilung des Ausbildungsbetriebes zu, die offenbar deshalb negativ ausgefallen war, weil sich die Auszubildende vorher nachteilig über die Zustände in dem Heim geäußert hatte. Derartige Äußerungen über vermeintliche Missstände im Ausbildungsbetrieb dürfen bei der Bewertung der Leistung keine Rolle spielen.

Urteil des LAG Rheinland-Pfalz
9 (8) Sa 1 121/98


Düsseldorf, im Oktober 1999


     

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