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Zur Unabwendbarkeit eines Unfalls bei Überschreitung der Autobahn-Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.

Hat ein schuldlos an einem Verkehrsunfall beteiligter Autofahrer die Autobahn-Richtgeschwindigkeit deutlich (hier um 20 km/h) überschritten und kann er nicht beweisen, daß der Unfall auch bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h nicht hätte vermieden werden können, so mindert sich ein Ersatzanspruch aufgrund der Betriebsgefahr seines Fahrzeuges um 25 %. D. h. im Klartext, daß der schuldlose Autofahrer allein aufgrund der Überschreitung der Autobahn-Richtgeschwindigkeit im deutlichen Umfang bereits aufgrund allein dieser Tatsache einem Mithaftungsanteil von 25 % unterliegt.

OLG Hamm, Urteil v. 08.09.1999, AZ: 13 U 35/99

Düsseldorf, im Januar 2000


     

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